Alles vom Golf Wochenende

Nimm du ihn, ich hab' ihn sicher

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Adam Scott, Bubba Watson und Kevin Na patzen mindestens ein Mal auf ihren Schlusslöchern im Muirfield Village GC und öffnen so Hideki Matsuyama das Tor zum Sieg beim Memorial Tournament. Stacy Lewis ist die neue Königin der Damenwelt und Justin Rose meldet einen verhängnisvollen Doppelschlag.

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Will niemand Nicklaus die Hand schütteln?

Spannend, namhaft und abwechslungsreich. So lässt sich die Finalrunde des Memorial Tournament im Muirfield Village GC ganz gut beschreiben. Mit Adam Scott und Bubba Watson meldeten gleich zwei Spieler aus den Top 5 der Weltrangliste Ansprüche an, der Legende Jack Nicklaus am 18. Grün die Hand zu schütteln. Doch die Ehrfurcht war wohl bei beiden zu groß. Scott, die Nummer eins der Welt, jagte seinen Abschlag an der Zwölf ins Wasser, notierte das Doppel-Bogey und kassierte im Anschluss drei weitere Schlagverluste in Folge. Watson ging mit einem Zähler Vorsprung auf die letzten fünf Löcher, musste aber an der 15 eine Sieben hinnehmen. Er hatte den Ball mit seinem pinken Driver ins Aus gehauen und hätte wenig später an der 18 ein Birdie gebraucht, um ins Stechen einzuziehen. Es wurde das Par und der alleinige dritte Rang.

Im Playoff setzte sich die Pleitenserie fort. Kevin Na, der sich die Chance auf den Titel mit einer sensationellen 64 am Sonntag gewahrt hatte, pullte seinen Abschlag am ersten Extraloch (der 18) links in den Bach. Die Tür stand nun sperrangelweit offen für den 22-jährigen Hideki Matsuyama, der seinerseits einen schwierigen zweiten Schlag aus dem Bunker vor sich hatte. Die Annäherung landete am Knie einer Zuschauerin, die sich wohl mehr oder weniger über ein kostenloses, aber schmerzhaftes Dimples-Tattoo freute. Nachdem Matsuyama in den vier Runden zuvor jeweils Birdies an der 18 notieren konnte (Rekord), wurde es im Stechen das Par und der Sieg bei seinem Debüt beim Memorial Tournament. Das Händeschütteln mit Nicklaus war inklusive.





Neue alte Nummer eins

59 Wochen thronte Inbee Park an der Spitze der Weltrangliste. Seit diesem Wochenende ist Stacy Lewis die neue Nummer eins. Die US-Amerikanerin gewann die ShopRite Classic in souveräner Manier und sicherte sich so ihren zweiten Titel in diesem Jahr. "Es fühlt sich großartig an", sagte Lewis. "Ich denke, ich habe über das letzte Jahr gutes, konstantes Golf gespielt und finde, dass ich es verdient habe, hier zu stehen." Den Druck, laut einer offiziellen Rangliste die beste Spielerin der Welt zu sein, hatte Lewis bereits Anfang 2013 zu spüren bekommen. Damals kam sie nicht mit dem Trubel zurecht, der mit dieser Position einhergeht. Beim zweiten Anlauf soll es "mit einem guten Team" besser klappen.



Das Playoff-Wochenende

Vier große Touren waren am Wochenende unterwegs. in drei Fällen musste der Sieger im Stechen ermittelt werden. Über das Playoff beim Memorial Tournament wurde bereits alles gesagt. Auf der European Tour lagen Thongchai Jaidee, Victor Dubuisson und Stephen Gallacher nach 72 gespielten Löchern beim Nordea Masters schlaggleich an der Spitze. Am Ende war es der Asiate Jaidee, der mit einem Birdie am ersten Extraloch seine Konkurrenten ausstach und so seinen erst zweiten Titel auf europäischem Boden holte.Und auch die Champions auf der US-amerikanischen Seniorentour gingen in die Verlängerung. In Abwesenheit der ganz großen Namen wie Bernhard Langer und Colin Montgomerie zogen Tom Pernice Jr. und Doug Garwood ins Stechen der Principal Charity Classic ein. Pernice war derjenige, der sich mit einem Birdie am zweiten Extraloch seinen dritten Titel auf der Champions Tour sicherte. Drei Mal Spannung bis zum letzten Putt. Dagegen haben wir nichts.

 

Weltrangliste 2014 - Veränderungen in der 23. Woche

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Doppel-Schlag, Ehrlichkeit, Cut verpasst

Zwei Birdies auf seinen letzten zwei Löchern. Justin Rose schaffte gerade so den Einzug ins Wochenende des Memorial Tournament. Denkste. Der Engländer wusste es besser. Am Freitag lag sein Ball um das zwölfte Grün im tiefen Rough des Muirfiled Village GC. "Es war eine der schlimmsten Lagen, die ich seit langem hatte", erklärte Rose nach seiner zweiten Runde. Ihm war die Gefahr eines Doppelschlags bewusst, weshalb er das Risiko mit einem gebremsten Schwung minimieren wollte. Doch er spürte einen zweiten Kontakt, nachdem er den Ball geschlagen hatte. Rose war sich noch nicht einmal sicher, ob er den Ball nicht vielleicht sogar drei Mal getroffen hatte. Er meldete den Vorfall direkt bei einem Offiziellen und war sich der Strafe von einem Schlag bewusst. Das vorläufige Ergebnis von even Par nach 36 gespielten Löchern wurde korrigiert, und so scheiterte Rose um einen Schlag am Cut bei dem Turnier, das er vor vier Jahren gewinnen konnte. Er könne sich übrigens nicht daran erinnern, jemals einen Ball in einem Schwung doppelt getroffen zu haben. "Es ist so fremd."

 
 
 

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