Golf Griffe/Schäfte

Alle Golf-Griffe für Schläger und Putter! Neben Schlägerkopf und Schaft ist der Griff der dritte Bestandteil eines Golfschlägers. Da er die Verbindung zwischen Sportler und Sportgerät darstellt, sind die wichtigsten Eigenschaften eines Griffes seine Rutschfestigkeit, gerade auch bei nassem Wetter, sowie das subjektive Spielgefühl, das er dem Golfer vermittelt. Früher wurden Griffe ausschließlich aus Leder gefertigt, heute kommen die unterschiedlichsten gummihaltigen Kunststoffe zum Einsatz. Griffstärke Um die Griffstärke beim Golfschläger-Fitting zu ermitteln, wird vom Handgelenk bis zur Fingerkuppe des Mittelfingers gemessen. Bei den Herren liegt die Standard-Griffstärke bei 22,8 Millimeter und bei den Damen bei 21,7 Millimeter Durchmesser. Gemessen wird die Griffstärke im montierten Zustand fünf Zentimeter (ca. zwei Zoll) unterhalb des Griffendes. Die Schäfte bestehen mit Ausnahme einiger weniger Exoten aus Stahl oder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (in der Regel als Graphit bezeichnet). Bei Stahl entsteht aufgrund des hohen Gewichts eine starke Rückmeldung. Es werden also die Vibrationen, die durch den Kontakt zwischen Ball, Schläger und Boden hervorgerufen werden, an den Spieler weitergeleitet. Diese Rückmeldungen sind manchen Golfern sehr wichtig, da sie daraus Informationen über die Qualität des Schlags und damit Verbesserungspotential gewinnen. Andere empfinden die Vibrationen als unangenehm und greifen deshalb lieber zu Graphitschäften, die diese in einem gewissen Maße abdämpfen können. Es gibt jedoch auch spezielle Schaftfüllungen, die diese Dämpfung unabhängig vom Material des Schaftes erreichen. Da Graphitschäfte meist wesentlich leichter sind als Stahlschäfte, können sie bei gleichem Krafteinsatz stärker beschleunigt werden, was dann zu längeren Schlägen führen kann. Spieler, die ihre Schlagweiten als zu gering empfinden, greifen daher oft zu Graphit ? andere wiederum glauben, dass sie mit Stahlschäften eine größere Genauigkeit erreichen können. Bei Graphitschäften der ersten Generation gab es messtechnisch nachweisbare Probleme in dieser Hinsicht, bei neueren Schäften konnte bisher kein grundsätzlicher Unterschied in der Präzision beider Materialien nachgewiesen werden. Es kommt durchaus vor, dass zwei verschiedene Golfer mit ein und demselben Schläger ganz unterschiedlich weit schlagen. Der wichtigste Faktor für die Länge eines Schlages ist die sogenannte Schlägerkopfgeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit, die der Kopf im Treffmoment hat. Sie wird in Miles per hour (mph, Meilen pro Stunde) gemessen. Profis erreichen mit dem Driver im Schnitt 110 bis 115 mph, die meisten Amateure liegen deutlich darunter. Um für die jeweilige Schlägerkopfgeschwindigkeit, die ein Spieler erzeugt, eine optimale Übersetzung zu erreichen, ist es wichtig, dass die Steifigkeit des Schaftes dazu passt. Dieser sogenannte Flex des Schaftes muss bei höheren Geschwindigkeiten tendenziell härter sein, da ein zu weicher Schaft unkontrollierbar wäre. Dem gegenüber wird bei niedrigeren Geschwindigkeiten zumeist ein weicherer Flex benötigt, damit überhaupt ein Katapulteffekt entstehen kann. In der Vermarktung wird der sogenannte L-Flex für Frauen empfohlen, der A-Flex für langsam schwingende Herren und Senioren, der R-Flex für den durchschnittlich spielenden Herren, der S-Flex für sportlich schwingende Herren und der X-Flex für Longhitter. Allerdings handelt es sich bei diesen Designationen nur um ein Marketingkonzept, denn ein diesbezüglicher technischer Standard existiert nicht. Insofern sind die angegebenen Flex-Werte verschiedener Hersteller nicht vergleichbar.